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Mein Weg

Willkommen zu meiner Geschichte… 

Der Hass und der Kampf gegen mich selbst hat bereits in frühem Kindesalter angefangen. Ich hatte eine wundervolle und behütete Kindheit, doch die Ereignisse in meinem Elternhaus sind immer mehr größer und schwieriger geworden. 

Mit 13 Jahren machte ich meine erste Diät, weil ich mich so unwohl in meinem Körper gefühlt habe und habe alles dafür getan, um es verändern. Zuerst verzichtete ich auf Kuchen, Süßigkeiten, dann aß ich keine Fette und Kohlenhydrate mehr. Alles, was zu viel Kalorien hatte, habe ich nicht mehr angerührt, auch wenn es mir angeboten wurde – weil ich dachte, davon werde ich definitiv dick, fett und nehme zu. Es fiel mir auch nicht schwer, auf alles zu verzichten. Nach einiger Zeit nahm ich ab, bekam dafür ganz viel Komplimente, dass ich so diszipliniert war, so dünn und sportlich aussah. Ich habe mich dadurch so gut und stark gefühlt und war mir zu 100% sicher, dass ich auf dem richtigen Weg bin und machte weiter und weiter. 

Ich spürte dieses Gefühl von Macht über meinen Körper. Das Gefühl von Hungern bestärkte mich weiterzumachen, es gab mir so viel und dadurch war ich anderen immer überlegen, weil ich diszipliniert, stark war und konnte diesen Drang überlisten. Dieses Gefühl von Kontrolle war so überwältigend, da ich alles kontrollieren konnte, was und wie ich gegessen habe, wog mein Essen bis ins kleinste Detail ab, zählte Kalorien, nahm meine Tupperdosen überall sei es in die Schule, bei Veranstaltungen, ins Kino usw. mit, damit ich wusste, wie viel bzw. ich noch essen durfte. 

An manchen Tagen habe ich bewusst so wenig oder gar nicht gegessen, um mir Kalorien aufzusparen, komplette Mahlzeiten wegzulassen, nur damit ich mit meinen Freundinnen oder mit meiner Familie gemeinsam essen konnte. Mir war irgendwann vollkommen egal, ob ich Hunger hatte oder nicht – ich fing an so wenig bis gar nichts mehr zu essen, obwohl ich Hunger hatte. Daraufhin wurden Ernährungs-, Trainingspläne, wie am einfachsten Kalorien einsparen, Essen vorplanen, stundenlanges Rezepte heraussuchen, vorkochen, Schritte zählen, stundenlange Trainingseinheiten, Workouts  –  mein größtes Hobby und bestimmten meinen kompletten AlltagEs dreht alles nur noch um Essen, Kalorien, Gewicht und trainierte 5 bis 6 Mal in der Woche 2 bis 3 Stunden im Fitnessstudio und dann noch 1 Stunde auf dem Laufband oder Fahrrad fahren. Wenn ich nicht ins Fitnessstudio gehen konnte, bin ich immer um 6 Uhr morgens Laufen gegangen. Ich hatte keinen einzigen Pausetag, das Fitnessstudio wurde gefühlt mein zweites zu Hause und ich war überzeugt davon, dass ich mich dann so wohler in meinem Körper fühle und mir mein Essen erst verdienen musste. 

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die Schattenseiten zwischen Unverständnis, Selbsthass, Kontrolle…

„Ich hasse meinen Körper. Alles an ihm, meine Oberschenkel, meinen Bauch. Es reicht noch nicht raus. Ich muss weiter machen.“ (Auszug meiner damaligen Gedanken)  – egal, wie dünn, wie durchtrainiert er war, es war gefühlt nie genug. Diese innere Leere, die ich die ganze Zeit in mir gespürt habe, wurde nicht weniger. Sie nahm immer weiterhin zu.

Das Essen fiel mir von Zeit zu Zeit immer schwerer…körperlich ging es mir auch immer schlechter, obwohl ich immer gesagt habe, dass mir nichts fehlt und alles gut ist. Jedes Treffen, jeder Besuch bei Familie, Restaurants, Geburtstagsfeiern, jedes spontane Essen war mich eine absolute Qual. Wenn ich das Gefühl hatte, „zu viel“ gegessen zu haben, empfand ich mich so hässlich, ekelhaft und absolut fett. Darum versuchte ich es mit extremen gar nichts bis wenig essen oder durch Bewegungs-/ Sporteinheiten wieder auszugleichen. Ich war so verzweifelt, wusste gar nicht, warum, ich musste so oft weinen, war so aggressiv und zickig.

Als mich meine Familie und Freunde darauf ansprachen, ob es mir gut ging, war ich so irritiert und beleidigt, weil ich nicht wusste, was sie meinten. Doch niemand konnte so wirklich nachvollziehen, weshalb ich so außer mir war, warum ich nicht essen wollte bzw. konnte. Ich habe mich so unverstanden, alleine gefühlt, zog mich immer weiter zurück und sagte spontan Verabredungen mit Freunden ab. Ich habe so lange weitergemacht, bis – ich an dem Punkt war, dass ich nur noch aus Haut, Knochen bestand, mein Gewicht an der untersten Grenze und mein Körperfett nicht mehr erfasst wurden konnte. 

das Ultimatum: Allein-Sein, Überforderung, Verlustangst, Sinnlosigkeit

Während meiner Schulzeit und meines Abiturs, versuchte ich nur zu überleben, mir nichts anmerken zu lassen und irgendwie den Tag zu überstehen. Innerlich herrschte in mir so viel Druck, Zweifel, Ängste, doch ich machte weiter. Meine Familie hatte mir zu dem Zeitpunkt ein Ultimatum gestellt: Klink oder Zuhause mit Therapie. Ich dachte für den Moment, es wäre ein Ausweg. Raus aus allem, weg von allem. Doch die Angst vor dem Allein-Sein war viel viel größer …Ich wollte nicht in eine Klinik, nicht weg von zu Hause. Ich nutze es als Antrieb, um weiter machen zu können. Daraufhin entschied ich mich wieder zuzunehmen. 

Die erste Zeit war die absolute Hölle – ich hatte so panische Angst davor zuzunehmen und zu essen. “Mein Kopf: Was, wenn die Zunahme nie aufhört? Ich unendlich fett werde?” Ich versuchte meine Essensmenge immer mehr und mehr zu steigern – nahm auch wieder an Gewicht zu. Mein Körper war wie ein Ofen, der alles, was ich aß, verbrannte, doch trotzdem hatte ich so einen dauerhaften und extremen Hunger. Dann bekam ich oft Kommentare zu meinem Körper und Aussehen, dass ich wieder zugenommen hatte. Es war so unglaublich schwer. Meine Familie, Freunde, Bekannte waren glücklich mich wieder essen zu sehen, dass ich wieder im Normalgewicht war und gingen davon aus, dass ich wieder “gesund” war. Doch in meinem Inneren tobte ein Kampf. Es fühlte sich an, als wäre alles komplett zerrissen, leer und ich hatte einige Momente, wo ich das Gefühl hatte, es ist sinnlos am Leben zu sein.

Du bist nicht allein. Du bist keine Kopie. 

Was daraus entstand…

Seit 2016 habe ich eine lange, tiefe und lehrreiche Reise hinter mir. Nach einigen Jahren der Selbstreflexion sowie emotionalen Begleitung habe ich angefangen zu lernen, zu forschen und wollte aufklären, was die Ursache für dieses endlose Streben und Kämpfen nach Perfektion war und wo der Ursprung, dieser unendlichen Leere lag. Ich habe angefangen meine Gewohnheiten schrittweise zu verändern, mein Verhalten zu beobachten und schrittweise meine eigenen Traumatas aufzuarbeiten.

Außerdem studierte ich 7 Jahre lang den menschlichen Körper und seine Bewegungen, als Sporttherapeutin, Trainerin war ich an einigen Inklusionsprojekten beteiligt, habe bereits über 200 Menschen bei einer Vielzahl von Regenerations- und Präventionsprozessen begleitet. Des Weiteren machte ich einige Weiterbildungen zum zertifizierten Hypnose-Coach löste tief sitzende Muster und Glaubenssätze von innen nach außen heraus auf. 

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Ich war so fasziniert von dem Gedanken und wollte nicht aufgeben zu glauben, dass das Leben mehr ist als nur Essen und Training ist. Ich wollte nicht aufgeben. Ein Weg, der aus diesem endlosen Kreislauf herausführt. 

Ich habe es selbst gespürt, mit und durchlebt, dass es funktioniert! Ich bin der lebendige Beweis dafür, dass für jeden alles möglich ist!

Ich kann dir von ganzem Herzen sagen: Ich habe meine Essstörung vollständig losgelassen. 

Es ist dein Leben. Nur du allein entscheidest, wohin es dich führt!

Aus diesem Grund begleite ich seit Anfang 2022 als ehemals Betroffene, Gründerin und Referentin, Menschen wieder zurück zu ihrer inneren Stärke und zu sich selbst. 

Mein Herzenswunsch ist es, dass jeder diese Lebendigkeit, Lebensfreude, Liebe und Leichtigkeit für sich entdeckt und wirklich lebt. Du bist hier, weil du in deinem Sein für Größeres bestimmt bist!! 

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Du willst auch endlich diesen Kampf mit dir selbst und deinem Körper beenden? 

Du möchtest auch frei von Gedanken um Essen und Training sein? 

Du willst endlich ankommen, zurück dir selbst und einfach leben?